1800 v.Chr.
| steinzeitliche Besiedelung
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| 1109 | Gründung eines Chorherrenstiftes bei St. Veit
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| 1112 | gründet der Ritter Udalschalk von Stille und Heft ein Mönchskloster, in das 2 Jahre später Benediktinermönche aus Göttweig einziehen
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| 1116 | weiht Bischof Ulrich II. von Passau die neue Stiftskirche. Im 12. Jhdt. entsteht die romanische Ritterkapelle, die noch heute erhalten ist.
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| 1250 | Nach einem Großbrand bleibt nur mehr die heutige Ritterkapelle erhalten. Die heutige gotische Stiftskirche wird errichtet. |
| 1480 | Markterhebung durch Kaiser Friedrich III. am 7. Juni. Das verliehene Marktrecht war keine leere Titelverleihung, sondern mit der Befugnis verbunden, jeden Montag, auf immerwährende Zeiten, einen Markt zu halten. Die „ewigen Zeiten“ hielten immerhin bis ins Jahr 1770. Einschneidende Erfolge der Markterhebung: Die Bürgerschaft Seitenstettens wird zu einer Körperschaft öffentlichen Rechts mit weitgehender Selbstverwaltung. Nicht mehr der Hofrichter, ein Adeliger oder Jurist ist von nun an in erster Instanz für die Marktbürger zuständig, sondern ein von der Bürgerschaft gewählter Marktrichter aus Seitenstetten.

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| 1483 | wird der Marktgemeinde auch ein Jahrmarkt zugestanden |
| 1597 | Unter Abt Christoph Held, in der Zeit der sozialen Unruhen und der Ausbreitung des Protestantismus, werfen die Bürger des Marktes dem Abt vor, dass er ihnen Freiheiten vorenthalte. Viele unzufriedene Untertanen des Stiftes schließen sich den rebellischen Bauern der Umgebung an. Ihre gewalttätigen Scharen richten ihre Wut gegen die Grundherren. Doch der Bauernaufstand bricht zusammen. Sebald vom Schacherhof wird auf kaiserlichen Befehl mit zwei anderen Bauern in der Nähe des Stiftes gehenkt.
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| 1620 | stiftet Andreas Schaifele aus Augsburg das „Spital auf der Bürgerweide“. 140 Jahre später wird es aufgestockt - eine edle Stiftung für arme Stiftsangestellte und Stiftsuntertanen.
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| 1621 | wurden unter Abt Kaspar Plautz, der großes Interesse an Entdeckungsfahrten und exotischen Pflanzen zeigte, erstmals Kartoffeln im Garten des Klosters zu Seitenstetten als Nutzpflanze angebaut.
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| 1718/47 | ensteht der heutige Stiftsbau. |
| 1736 | Die Treffling tritt „3 Klafter hoch“ (ca. 5 m) über die Ufer. Der Schaden beträgt 7305 Gulden (heute etwa € 210.000,--). Auch in späteren Jahren bedrängt die Treffling mit ihrem Hochwasser den Markt.
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| 1775 | errichtet P. J. Schaukegl den großzügigen Meierhof (132m x 66 m), einen dreigeteilten Vierkanthof.
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| 1780 | Errichtung einer ein- oder zweiklassigen „Elementar-(Trivial-) Schule" im Markt.
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| 1796/1800 |
werden 176 österr. Soldaten, gefallen im Kampf gegen die Franzosen, in einem Wald in der Nähe des Marktes bestattet (Franzosenwaldkreuz). |
| 1836 | 6 Häuser des Marktes und der Meierhof werden Opfer eines Großbrandes.
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| 1848 | Der Markt Seitenstetten wird aus der Abhängigkeit von der Stiftsherrschaft gelöst. Grundbuchmäßig untersteht er jetzt dem Bezirksgericht St. Peter/Au. Der bisherige Marktrichter wird der erste Bürgermeister des Marktes.
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| 1850 | Am 15. Mai wird die „Postexpidition Seitenstetten" eröffnet. Das Postamt war, soweit noch bekannt, bis 1895 im Gasthaus Mayr (heute Pizzeria) untergebracht. |
| 1868 | Errichtung des Gendarmeriepostens Seitenstetten im ehemaligen Hofrichterhaus (ehemals Café Mitterer). Schon 1877 übersiedelt er nach St. Peter/Au, um 1919 neuerlich nach Seitenstetten zu wandern. Um das Wechselspiel fortzusetzen, verlegt die Behörde den Posten im Jahre 1978 wider nach St. Peter/Au.
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| 1870 | Einzug der „Schwestern vom dritten Orden des hl. Franziskus“ (Mutterhaus in Wien) ins Schwesternhaus in Seitenstetten. Ab 1876 führen sie eine Privat-Mädchen-Handarbeitsschule, später widmen sie sich auch der Krankenpflege.
Das bischöfliche Ordinariat beschließt die Übersiedlung des Knabenseminars von seinem bisherigen Standort Krems nach Seitenstetten. Die Unterbringung erfolgt im „Gittlberger“schen Haus, (heute Marktplatz Nr. 8).
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| 1877 | Nach einer im Oktober 1875 durchgeführten Inspektion wird der Zustand des alten Schulhauses Nr. 40 als nicht mehr den Anforderungen entsprechend befunden. Das Stift stellt die Schulgartenparzelle Nr. 105 (heute Amstettner Straße 1) für einen Neubau zur Verfügung. Die feierliche Eröffnung erfolgt am 13. Oktober 1878.
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| 1901 | Bau des Gemeindebades bei der Markteinfahrt Waidhofner Straße Nr. 33.
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| 1902 | Auf Anregung des Friseurmeisters Franz Jung wird die Musikkapelle durch Dr. Leopold Berger gegründet. An den allseits verehrten Gründer und an alle verstorbenen Mitglieder der Kapelle erinnert das Musikdenkmal am Klosterberg - errichtet im Jahre 1937. Erweiterung im Jahre 1973 für alle Verstorbenen und Gefallenen. |
| 1914/18 | Im ersten Weltkrieg hat Seitenstetten 77 Gefallene zu beklagen. An sie erinnert das am 24. Oktober 1920, vor dem damaligen Postamt errichtete und von Abt Theodor Springer geweihte Kriegerdenkmal.
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| 1933 | Der 1. Kindergarten entsteht als gemeindeeigenes Wohlfahrtswerk. Schon im 1. Jahr werden in den Räumen der Stiftsbäckerei 56 Kinder der Obhut einer Kindergartenschwester anvertraut.
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| 1938 | Schließung des Gymnasiums durch die NS-Behörden. (Wiedereröffnung im Jahre 1945)
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| 1939/40 | Mit Beginn des Schuljahres 1939/40 wird die, von der Gemeinde angestrebte Errichtung einer Hauptschule bewilligt und im ehemaligen Marianum untergebracht. Nach dem Krieg wird sie nach St. Peter/Au verlegt. Dadurch müssen aus Seitenstetten täglich bis zu 140 Schüler nach St. Peter/Au pendeln.
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| 1939/45 | Aus dem zweiten Weltkrieg kehren 104 Gefallene und 39 Vermisste nicht mehr nach Seitenstetten zurück.
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Ansicht von 1943 |
| 1945/55 | Seitenstetten liegt in der russischen Besatzungszone. |
| 1950 | Trotz aller finanziellen Schwierigkeiten kann mit Robotleistung der Gemeindebürger, nach vierjähriger Bautätigkeit, die Vollendung und Einrichtung des neuen Volksschulhauses am 19. September 1954 gefeiert werden.
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| 1964 | Das Stiftsgymnasium feiert 150-jähriges Jubiläum der Erteilung des Öffentlichkeitsrechtes. In dieser Zeit besuchten u.a. Kardinal Nagl, die Bischöfe Memelauer und Zak, Bundespräsident Miklas, Bundeskanzler Raab, die Minister Prader, Mock und viele andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens als Schüler die traditionsreiche Anstalt in Seitenstetten.
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| 1971 | Mit dem 1. Jänner 1971 werden Markt- und Dorfgemeinde zusammengelegt. Da die Dorfgemeinde ihr Gemeindeamt seit jeher im Markt hatte, war der Eingriff nicht so folgenschwer wie anderswo.
Am 3. Oktober 1971 konnte das neue Hauptschulgebäude seiner Bestimmung übergeben werden.
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| 1976 | Der Kindergarten verläßt die Räumlichkeiten der Stiftsbäckerei und zieht in den großzügigen Neubau Promenade 7 ein. Doch schon 13 Jahre später, im Jahr 1989 wird auch dieser zu klein und wird durch einen Zubau vergrößert. Die Kleinen werden statt bisher in drei von nun an in vier Gruppen betreut.
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| 1977 | Im Mai 1977 wurde die Minigolfanlage eröffnet |
| 1982 | Die aus allen Nähten platzende Volksschule wird um einen modernen Turnsaal, um eine Volksschul- und um drei Sonderschulklassen sowie um einen Festsaal, der zugleich als Musikraum dient, erweitert.
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| 1983 | Um das Abwasserproblem zu meistern und um die Umweltbelastung möglichst gering zu halten, beginnt in diesem Jahr der Kanalbau. Er wird sich auf etwa 8 Jahre erstrecken und die Finanzen der Gemeinde belasten.
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| 1988 | Die NÖ Landesausstellung unter dem Motto: „Kunst und Mönchtum an der Wiege Österreichs“ wird von rund 250.000 Besuchern besucht. Zum ersten Mal in seiner langen Geschichte wird ein Teil der Kunstschätze des Stiftes der Öffentlichkeit zugängig gemacht. Ein Trakt des stiftlichen Meierhofes beherbergt die Begleitausstellung „Der Most und sein Viertel - Eine Region stellt sich vor“. Sie informiert über Menschen, Wirtschaft und Gemeinden des Mostviertels. |
| 1991 | Das neue Vereinszentrum bei Sankt Veit wird im September seiner Bestimmung übergeben. Feuerwehr, Musikkapelle, der Bauhof der Gemeinde und der Schützenverein können in ihre großzügige ausgebauten Räumlichkeiten einziehen. 9.326 freiwillige Arbeitsstunden wurden von diesen Vereinen geleistet.
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| 1992-1995 | Renovierung des Gemeindeamtes |
| 1995 | Eröffnung des Geh- und Radweges entlang der Bundesstraße von Seitenstetten nach 3352 St. Peter/Au
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| 1997 | Durch das Engagement und viele freiwillige Arbeitsstunden des Stockschützenvereines wird in Sankt Veit eine Sport- und Freizeithalle errichtet.
Baubeginn einer Wasserversorgungsanlage
Ein ehemaliger Wirtschaftshof des Stiftes wird von der Diözese St. Pölten zum Jugendhaus Schacherhof umgebaut.
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| 1998 | Die Hauptschule wird um einem Zubau erweitert.
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| 2000-2001 | Generalsanierung der Volksschule
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| 2004-2006 | Neubau der Tribünenanlage und des Clubhauses des Fußballvereines.
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| 2005-2007 | Errichtung des Wohnhauses mit 16 Wohnungen in der Schulgasse 7.
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| 2006-2007 | Generalsanierung und Erweiterung der Hauptschule
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| 2006-2010 | Nach Abriss des Möbelhauses Schwarenthorer werden 26 Wohnungen und Geschäftsflächen am neuen Marktplatz errichtet.
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| 2007 | Generalsanierung und Umgestaltung des Gemeindeamtes
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| 2007-2009 | Zubau und Generalsanierung des Feuerwehrhauses Glanegg – FF Seitenstetten Dorf
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| 2008 | Bau und Eröffnung der Umfahrung Nord (B 122) und 2 Kreisverkehren mit zwei Radwegunterführungen
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| 2009 | 900-Jahr-Feier mit Marktfest erstmalige Erwähnung des Ortsnamen "Seitenstetten" im Jahr 1109
Eröffnung des neuen Marktplatzes und Ausbau des Hochwasserschutzes im Marktbereich.
Erweiterung des Gemeindebauhofes
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| 2010-2011 | Der Kindergarten wird ausgebaut (nun 6 Gruppen) und der Gemeindeparkplatz neu gestaltet.
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| 2012 | 900 Jahre Benediktinerstift |
| 2014 | Eröffnung Radweg Trefflingtal (Teilabschnitt)
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| 2016 | Der Kindergarten wird auf 8 Gruppen erweitert.
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| 2017 | Durch die Errichtung eines Nahwärmeheizkraftwerkes konnten auch die Volks- und die Mittelschule an die Nahwärme angeschlossen werden.
Eröffnung des neuen Kunstrasen- und Trainingsplatzes für den Fußballverein.
Die 1000 jährige Eichen in der Fröschlau und "Am Teich" wurden aufgrund eines Pilzbefalles von der Bezirkshauptmannschaft Amstetten als Naturdenkmäler aufgelassen. Trotz zahlreicher Maßnahmen zur Erhaltung der Bäume konnte ihr Bestand nicht gesichert werden. Im Frühjahr 2017 fiel die Eiche in der Fröschlau plötzlich um, die Eiche "Am Teich" musste im Herbst aufgrund von Empfehlungen abgetragen werden. |
1000-jährige Eiche "Am Teich" 1000-jährige Eiche in der Fröschlau |
| 2018 | Nach jahrelangen Verhandlungen konnten nun die Projekte „Hochwasserschutz“ und „Westumfahrung“ begonnen werden.
Die Westspange (Umfahrungsstraße) wurde für den Verkehr freigegeben
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| 2019 | Feierliche Eröffnung des Hochwasserschutzes sowie der Westspange
Zu- und Umbau der Volksschule |
| 2020 | Die Marktgemeinde Seitenstetten ist mit 1. Juli 2020 Besitzer der Liegenschaft Marktplatz 1 – Schwesternhaus.
Seitenstetten wurde im e5 Programm ausgezeichnet. Bei der ersten Auszeichnung konnte der Status von drei „e“ erreicht werden. |
| 2021 | Rückbau der Url im Bereich "An der Bahn"
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| 2022 | Zubau ASZ - es wurde eine neue Sammelstraße im Freien errichtet.
Eröffnung Pumptrack |
| 2023 | Errichtung der Hundefreilaufzone
Erhalt des Zertifikats "Familienfreundliche Gemeinde"
Erneuerung der Sportanlage mit Volleyballplatz des Stiftsgymnasiums
Turmrenovierung mit Kreuzsteckung im Stift Seitenstetten
Neugestaltung des Parkplatzes am Sportplatz
Beginn der Abbrucharbeiten des Schwesternhauses |
| 2024 | Glasfaserausbau in Seitenstetten startet
„Gesunde Schule“ – Auszeichnung des Landes NÖ in Gold
Errichtung eines Calisthenic Fitnessparks
Renovierung der Aufbahrungshalle
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| 2025 |
Eröffnung des Vierkanters der Gesundheit |